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Grundschule Kürnbach

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Jugendverkehrsschule Klasse 4 - 2. Termin (16.11.)

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»Kooperationen  ♦  16.06.2018

Feuerwehrübung an der Grundschule

Am Samstag den 16.06. fand an der Grundschule in Kürnbach eine Übung der Feuerwehr
statt. Die umfangreichen Umbaumaßnahmen am Gebäude, bei denen unter anderem
automatisch schließende Rauchschutztüren und Fluchttüren eingebaut wurden,
veranlassten Schul- und Kindergartenleitung sowie die Feuerwehr gemeinsam die neuen
Gegebenheiten auf die Probe zu stellen.
Zahlreiche Eltern sowie mehrere Gemeinderäte und Bürgermeister Ebhart waren
gekommen um dem Geschehen beizuwohnen. Kommandant Hartmut Grüneich
kommentierte die Übung über Lautsprecher und erläuterte den Zuschauern das Vorgehen
der Feuerwehr.
Angenommen wurde ein Brand in Lagerraum im Obergeschoss des Gebäudes, der das
Treppenhaus bereits verraucht hatte. Somit war den Schulklassen im Obergeschoss und
den Kindergartengruppen im Untergeschoss zunächst der Fluchtweg abgeschnitten.
Durch die Kindergartenleitung wurde der Rauch bemerkt und ein Notruf abgesetzt. Die
Leitstelle alarmierte daraufhin die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Um die Alarmierung einer
Freiwilligen Feuerwehr zu demonstrieren, hatten sich einige Angehörige der Feuerwehr
unter den Zuschauern aufgehalten. Diese machten sich nun, da ihre Meldeempfänger
ausgelöst hatten, schnellstens auf den Weg zum Feuerwehrhaus um sich Auszurüsten
und die Fahrzeuge zu besetzen.
Als das erste Fahrzeug nach wenigen Minuten an der Einsatzstelle eintraf, waren bereits
aufgeregte Eltern auf der Straße. Der Fahrzeugführer entschied jedoch zunächst über die
Einsatzstelle hinaus zu fahren, um den Platz für nachrückende Einsatzfahrzeuge
freizuhalten. Dies ist insbesondere in der oft eng zugeparkten, sackgassenartigen
Schulstraße extrem wichtig.
Während der ersten Erkundung wurde festgestellt, dass es in einem Lagerraum brannte.
Die Flammen schlugen bereits aus dem geborstenen Fenster auf der Rückseite. Da die
Kinder und Lehrkräfte sich in den rauchfreien Zimmern befanden und für sie zunächst
keine Gefahr bestand, entschied der Gruppenführer zuerst den Brand bekämpfen zu
lassen. In Windeseile wurde die Wasserversorgung aufgebaut und ein Trupp unter
Atemschutz ging in das Gebäude vor. Gleichzeitig wurden die Schulklassen und die
Kindergartengruppen durch eine Einsatzkraft von Außen betreut. Durch den
Atemschutztrupp im Innern konnte der Brand zügig bekämpft werden. Es wurde eine
Abluftöffnung geschaffen und mit dem Überdrucklüfter der Rauch aus dem Gebäude
geblasen. Währenddessen begann die Rettung der Schulklassen über die an der
Rückseite installierten Fluchttüren. Da die hier benötigten Außentreppen noch nicht
installiert wurden, mussten Leitern der Feuerwehr verwendet werden. Die Kinder des
Kindergartens wurden ebenso auf der Vorderseite über die Fenster gerettet.
Beide machten sich dann auf den Weg zum Sammelplatz in der TSV Sporthalle. Aus
gegebenem Anlass möchten wir gemeinsam mit den Lehrerinnen darauf hinweisen, dass
es äußerst sinnvoll wäre, wenn der Weg von Passanten und insbesondere deren
Haustieren freigehalten wird.
Abschließend mag es dem unbedarften Beobachter komisch erscheinen, dass die
Feuerwehr die Kinder zunächst im Gebäude belässt und sie nicht sofort rettet. Dies kann
jedoch äußerst sinnvoll sein, wenn am momentanen Aufenthaltsort keine akute Bedrohung
durch Feuer und Rauch besteht. So kann eine extrem zeit- und personalaufwändige und
nicht ganz ungefährliche Rettung der Kinder über tragbare Leitern der Feuerwehr
vermieden werden. Wichtig hierfür ist es jedoch, dass die automatisch schließenden
Rauchschutztüren im Obergeschoss funktionieren. Wie sich herausgestellt hat ist eine der
beiden Türen noch nicht betriebsbereit. Ebenso sind die Fluchttüren durch die fehlenden
Außentreppen kaum oder gar nicht zur Selbstrettung nutzbar. Auch die Parksituation im
direkten Bereich vor dem Schulgebäude stellte sich als kritisch heraus. Zwar waren
während der Übung am Samstag nur wenige PKW dort geparkt, jedoch zeigt sich hier
morgens vor Schulbeginn und Mittags ein völlig anderes Bild. Wir appellieren deshalb hier
noch mal eindringlich an alle Eltern deren Kinder im Grundschulgebäude betreut werden:
parken Sie nicht direkt vor dem Gebäude auf der Straße. Ein Einsatz der Rettungskräfte
ist sonst nur unter extrem erschwerten Bedingungen möglich. Und gerade wenn es um
den Schutz von Kindern geht, sollte es nicht zu viel verlangt sein, weiter unten zu parken
und ein paar Meter zu laufen.
Im Anschluss an die Übung, hatten die Kinder und Eltern die Möglichkeit die
Feuerwehrfahrzeuge zu besichtigen und im Schulhof ein wenig mit dem
Feuerwehrschlauch zu spritzen. Insbesondere letzteres Angebot wurde von den Kindern
als willkommene Abkühlung gerne angenommen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der
Schulleitung, der Kindergartenleitung sowie den Erzieherinnen und dem Lehrerkollegium
für die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft, ihren Samstag zu opfern. Selbiges geht
selbstverständlich auch an die Übungsteilnehmer der Feuerwehr und an alle Kinder, die
sehr toll mitgemacht haben! Vielen Dank auch an die zahlreichen Zuschauer, die Interesse
an der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehr gezeigt haben.
Bericht der Freiwilligen Feuerwehr Kürnbach

Mon 25.06.2018 13:05 ID373

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